Denn sie wissen nicht, was passiert

 

"Denn sie wissen nicht, was passiert": Neubesetzung holt Tiefstwerte




Nur eine Woche nach dem emotionalen Abschied von Thomas Gottschalk, Günther Jauch und Barbara Schöneberger hat RTL den Neustart von „Denn sie wissen nicht, was passiert“ gewagt – allerdings mit ernüchterndem Ergebnis. Die erste Ausgabe mit neuer Besetzung am Samstagabend entwickelte sich zu einem klaren Quotenflop.


Nach Angaben der AGF Videoforschung schalteten lediglich rund 1,06 Millionen Zuschauer ein. Damit erreichte die Show den niedrigsten Wert seit ihrem Start. Auch in der für Werbekunden wichtigen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen lief es schwach: Der Marktanteil fiel auf 8,1 Prozent, ebenfalls ein Negativrekord für das Format.

Neues Team, wenig Resonanz

Statt des bisherigen Erfolgs-Trios standen diesmal Michelle Hunziker, Giovanni Zarrella und Jana Ina Zarrella im Mittelpunkt der Sendung. Ihnen gegenüber traten die Ehrlich Brothers an, die von RTL-Moderatorin Katja Burkard unterstützt wurden. Da Magier Andreas Ehrlich aufgrund gesundheitlicher Probleme eine Halskrause trug, übernahm Burkard in mehreren Spielen seinen Part. Als verbindendes Element zur früheren Show-Ära blieb lediglich Thorsten Schorn, der erneut als Spielleiter durch den Abend führte.

Altbekanntes Showkonzept

Inhaltlich setzte RTL weiterhin auf das bewährte Chaos-Prinzip: sportliche Herausforderungen mit Pulskontrolle, Geschicklichkeitsspiele mit rohen Eiern, schräge Musikrätsel und ungewöhnliche Wettbewerbe wie Hobby-Horsing sorgten für Unterhaltung. Für einen nostalgischen Moment sorgte zudem ein kurzer Telefonauftritt von Mike Krüger, der noch eine Woche zuvor durch die Abschiedssendung geführt hatte.

Am Ende entschieden die Zarrellas das Duell für sich. Das erspielte Preisgeld von 20.000 Euro ging an die Zuschauer ihrer Publikumsseite.

Starke Konkurrenz zur Primetime

Die schwachen Einschaltquoten dürften allerdings auch mit der harten Konkurrenz am Samstagabend zusammenhängen. In der ARD überzeugte Kai Pflaume mit „Klein gegen Groß“, während ProSieben das Finale von „The Masked Singer“ zeigte. Letzteres erreichte rund 1,17 Millionen Zuschauer und kam bei den jüngeren Zuschauern auf einen Marktanteil von 9,9 Prozent.

Ungewisse Zukunft für das Format

Seit 2018 prägten Jauch, Gottschalk und Schöneberger die Improvisationsshow maßgeblich. Die letzte Ausgabe mit dem Trio, die Anfang Dezember ausgestrahlt wurde, verfolgten noch über 2,4 Millionen Zuschauer. Besonders für den an Krebs erkrankten Thomas Gottschalk bedeutete sie den endgültigen Abschied vom Samstagabend-Fernsehen.

Wie es mit „Denn sie wissen nicht, was passiert“ nun weitergeht, bleibt offen. RTL hat Michelle Hunziker und die Zarrellas bislang lediglich für diese eine Ausgabe verpflichtet. Ob und in welcher Form das Format fortgesetzt wird, ließ der Sender bisher unbeantwortet.

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